Die Frage kann auftreten, wenn der aktuelle (IST-)Kontostand innerhalb eines Monats vom Forecast Wert für den aktuellen Tag stark abweicht.

Nachdem der Kontostand die am höchsten aggregierte Kennzahl ist, ist eine Aussage dazu schwierig. Zur Erinnerung, der Forecast rechnet folgendermaßen:

  • IST-Anfangssaldo des Monats + geplante Eingänge - geplante Ausgänge.

Abweichungen innerhalb eines Monats lassen sich in der Regel aus verschiedenen Ursachen ableiten.

Ursachen für Differenzen

  1. Zeitliche Differenzen von IST-Transaktionen vs. geplanter Budgets bzw. generelle Überschreitungen

  2. Nicht mehr gültige Budgets in einzelnen Kategorien (zu hoch oder zu niedrig)

  3. Nicht budgetierte Einmaleffekte

  4. Nicht kategorisierte Transaktionen in der Periode

Wie damit umgehen?

Ad 1 - Prüfen Sie am Dashboard nach zeitlichen Differenzen und generellen Überschreitungen

Dort werden die 4 Hauptreiber Laufende Eingänge, laufende Ausgänge, Investitionen, Finanzierungen als Charts angezeigt.

Check, ob ein Budget auf dieser Ebene bereits überschritten wurde

Was tun?

Gehen Sie auf den Planungsbildschirm und führen Sie den Check auf Kategorienebene durch.

Check, ob eine zeitlich größere Abweichung erkennbar ist

Dies ist in der Regel immer der Fall wenn nur wenige Budgets je Kategorie geplant wurden, im IST aber viele Transaktionen anfallen.

Was tun?

Überprüfen Sie Ihre Budget Annahmen in Bezug auf den erwarteten Zahlungszeitpunkt.

Wir empfehlen innerhalb eines Monats in der Liquditätsplanung die Regel des vorisichtigen Kaufmanns:

Wenn Sie Eingänge in einem Pauschalbudget planen, dann planen Sie diese eher gegen Monatsende. Ausgängen eher am Monatsanfang. Dadurch stellen Sie sich in der Periode schlechter, die Ausgänge müssen durch die am Monatsanfang vorhandene Liquidität getätigt werden, erst dann kommt es wieder zu einem Aufbau der Liquidität.

Durch Klick auf Forecast anpassen können Sie Anpassungen vornehmen bzw. den nächsten Check durchführen.

Ad 2 - Prüfen Sie Kategorien am Planungsbildschirm nach nicht mehr gültigen Budgets

Ein schneller Blick in die Spalte des aktuellen Monats über die einzelnen Kategorien und visueller Check kann helfen, nicht mehr gültige Budgets zu entdecken. Zur Erinnerung: Der Fortschritt in einer Kategorie im operativen Cashflow wird visuell angezeigt. Ist das Feld komplett grün oder orange weist das auf ein erreichtes oder ausgeschöpftes Budget hin.

Was tun?

Es sind keine Anpassungen im Forecast erforderlich, ausser die betreffende Kategorie erwartete noch zusätzliche Ein- bzw. Ausgänge. In diesem Fall passen Sie das Budget entsprechend an.

Ad 3 - Prüfen Sie nach nicht budgetierten Einmaleffekten

Nicht budgetierte Einmaleffekte werden analog zu nicht mehr gültigen Budget visuell hervorgehoben. Zusätzlich greift auch noch die Logik des Forecast, die verhindert, dass der prognostizierte Kontostand am Ende des Monats zu hoch oder zu niedrig dargestellt wird.

Was tun?

Es sind keine Anpassungen im Forecast erforderlich, ausser die betreffende Kategorie erwartete noch zusätzliche Ein- bzw. Ausgänge. In diesem Fall passen Sie das Budget entsprechend an.

Ad 4 - Nicht kategorisierte Transaktionen in der Periode

Nicht kategorisierte Transaktionen in einer Periode treten auf, wenn neu geladenen Transaktionen nicht kategorisiert wurden. Standardmäßig ordnet COMMITLY dann diese Transaktionen den Kategorien Unkategorisierte Ein- bzw. Unkategorisierte Ausgänge zu. In der Logik des Forecast werden diese dann wie nicht budgetierte Einmaleffekte behandelt:

Was tun?

Kategorisieren Sie alle unkategorisierten Transaktionen.

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